Mulden-Rigolen Versickerung

Muldenversickerung
Natürliche Muldenversickerung in einem Wohngebiet

Das Regenwasser wird in Geländemulden aufgefangen und von dort über den Mutterboden in eine mit Kies gefüllte Rigole geleitet. Von diesem Zwischenspeicher versickert es in das Erdreich und wird dem Grundwasser zugeführt. Die bewachsene obere Bodenzone ist als Filter sehr wirksam.  Durch die Vegetation wird außerdem eine dauerhafte Durchlässigkeit der oberen Schicht sichergestellt. Um ein ausreichendes Einstauvolumen zu erhalten, genügt bei einer günstigen Bodenbeschaffenheit (Sand oder Kies im Untergrund) eine Vertiefung von 20 bis 30 cm auf nur 10% der zu entwässernden Dachfläche. Diese Faustregel gilt für die Entwässerung von Satteldächern. Bei einem Flachdach ist aufgrund der größeren Wasserrückhaltung der Abfluss verzögert, so dass hier bereits eine Muldentiefe von 10 bis 15 cm ausreicht.